Parkinsonkurs: Kursbeschreibung


Gymnastik in der Gruppe macht Spaß!




Da Physiotherapie (Krankengymnastik) eine wichtige Rolle in der Behandlung des Morbus Parkinson ist und daher von Anfang an die medizinische Therapie begleiten soll, weil inzwischen Studien daraufhin weisen, dass gezielte physiotherapeutische Behandlungen Parkinson-typische Beschwerden sowie deren Folgen hinauszögern oder vermindern kann, ist es aus diesem Grunde sinnvoll, dass Betroffene so früh wie möglich nach der Diagnosestellung mit einer physiotherapeutischen Behandlung beginnen und zudem ein vielseitiges Bewegungsangebot in Anspruch nehmen sollen.

Das wichtigste Ziel sowohl in unserer Gruppengymnastik als auch in der Physiotherapie ist es, die verbleibende Bewegungsfähigkeit von Parkinson-Patienten zu erhalten und zu fördern, Bewegungsabläufe weiterhin zu üben bzw. neu einzuüben. Der Betroffene soll also möglichst lange selbstständig bleiben.

Generell ist das Übungsprogramm bei Morbus Parkinson von der Krankengymnastik anderer neurologischer Erkrankungen abzugrenzen. So sind Bradykinese (Verlangsamung der Bewegungsabläufe), Rigor und Muskelsteifheit eines Parkinson-Patienten nicht mit der Parese (Lähmung) bzw. Spastik (Muskelverkrampfung) eines Schlaganfall-Patienten gleichzusetzen. Die Bewegungen eines Parkinson-Patienten sind zwar verlangsamt, aber meist noch kraftvoll. Dies muss die Gruppengymnastik bei Morbus Parkinson optimal berücksichtigen.

Regelmäßiges Durchführen auf Basis der krankengymnastischen Übungen ist daher vorrangig, in der Gruppe werden alle weiteren wichtigen Übungsabläufe vorgestellt und eingeübt. Diese können später auch alleine oder zusammen mit den Angehörigen zu Hause weiter durchgeführt werden. Dabei ist es entscheidend, dass dies regelmäßig geschieht. Außerdem sollten die Übungen motivationsfördernd sein, Spaß machen und den Patienten nicht an die Grenzen seiner Belastbarkeit bringen. Leichte bis mäßige körperliche Belastung ist empfehlenswert und fördert das allgemeine Wohlbefinden durch Training der Herz-Kreislauf-Funktionen. Ein regelmäßiges Training fördert zudem auch die Kondition der Betroffenen.

Es handelt sich um ein Ganzkörper-Training, bei dem großräumige Bewegungen eingeübt werden. Weite, kraftvolle Bewegungen mit den Armen gehören ebenso dazu wie lange Ausfallschritte. Die einzelnen Bewegungsabläufe sind einfach gestaltet und sollten nach dem therapeutisch begleiteten Einführungskurs regelmäßig zu Hause durchgeführt werden.

Bekanntlich macht körperliche Aktivität in einer Gruppe mehr Spaß als alleine. Neben dem wohltuenden sozialen Aspekt wird die Motivation durch die Gruppe verstärkt. Abhängig von Ihrem Gesundheitszustand gibt es auch viele andere Möglichkeiten, in Ihrem Alltag weiter aktiv zu bleiben.

  • regelmäßiges Spazierengehen,
  • Walking, 
  • Radfahren, aber auch 
  • Yoga und 
  • Dehnübungen

tragen dazu bei. Weiterhin gibt es die Möglichkeit in eine Parkinson-Selbsthilfegruppe beizutreten, in der sie viele Informationen austauschen können.